Unser Schlagwort 2016 lautet: Business Continuity Management

Der Jahresbeginn ist traditionell die Zeit für die Bekanntgabe der Trends und „Schlagwörter“ für die nächsten zwölf Monate. Fast schon traditionell „rangeln“ sich auch dieses Jahr wieder Begriffe wie Cloud Computing, Big Data, Industrie 4.0 oder digitale Transformation um die vordersten Plätze auf den „Trend-Ranglisten“ der Marktanalysten und Fachpublikationen.

Aus diesem Grund haben auch wir uns darüber Gedanken gemacht, was wohl die Trendthemen des Jahres 2016 sein werden und dazu unser „Schlagwort des Jahres 2016“ gekürt. Es lautet: Business Continuity Management.

Business Continuity Management: Was ist das?

Betriebskontinuitätsmanagement – es gibt den Begriff nämlich sogar auf deutsch – bedeutet prinzipiell das Entwickeln von Strategien, Plänen und Handlungen, um Tätigkeiten oder Prozesse – deren Unterbrechung der Organisation ernsthafte Schäden oder vernichtende Verluste zufügen würden – zu schützen, bzw. alternative Abläufe zu ermöglichen. Mit der immer größer werdenden Bedeutung einer funktionierenden Informationstechnologie für den unterbrechungsfreien Betrieb eines Unternehmens wurde auch der Begriff Business Continuity Management in jüngster Vergangenheit immer mehr in Verbindung mit der IT-Infrastruktur eines Unternehmens gebracht. Und dies aus gutem Grund.

Business Continuity – Ausfall kostet Geld

Denn heute gilt in den meisten Unternehmen: „Fällt die IT aus, steht das Unternehmen still!“ Und dies wirkt sich in der Regel umgehend in (negativer) barer Münze aus. Produktionsausfälle führen zu Lieferengpässen, die Nichtverfügbarkeit des Online-Shops oder Bestellsystems zu Umsatzausfällen, Mitarbeiter sitzen untätig herum und können nicht arbeiten.

Eine Anfang 2015 von der IDC veröffentlichte Studie wies nach, dass Fortune 1000-Unternehmen im Schnitt 100.000 US-Dollar pro Stunde verlieren, wenn sie von Infrastrukturausfällen betroffen sind. Kritische Anwendungsausfälle führen darüber hinaus noch einmal zu Kosten zwischen 500.000 und einer Million Dollar. Dennoch zeigt die Praxiserfahrung vieler Unternehmen, dass es Stunden bis Tage dauern kann, bis ein IT-System wiederhergestellt ist, insbesondere dann, wenn erst die entsprechende Hardware angeschafft werden muss (z.B. nach einem Wasserschaden oder Einbruch).

Ziel eines erfolgreichen Business Continuity Managements muss es also sein, Maßnahmen zu ergreifen, die die Dauer eines Ausfalls auf ein Minimum reduzieren und darüber hinaus sicherstellen, dass am besten „auf Knopfdruck“ auf alternativ verfügbare Systeme zurückgegriffen werden kann.

Disaster Recovery-Konzept als Schlüsselkomponente

Bereits in einem früheren Beitrag zum Thema Disaster Recovery haben wir hier im Blog auf die Versäumnisse und Risiken hingewiesen, die Unternehmen in diesem Bereich immer noch eingehen. Eine aktuelle Studie zu Disaster Recovery von Kroll Ontrack unterstreicht dies erneut: Laut der Umfrage testen 62 Prozent der befragten Unternehmen ihre Disaster Recovery Pläne seltener als einmal pro Jahr – teilweise sogar überhaupt nicht.

Und noch ein weiterer Aspekt ist in diesem Zusammenhang wichtig. Sich heute allein darauf zu verlassen, lokale Backups zu erstellen und im Notfall wieder einspielen zu können, ist in vielen Fällen nicht ausreichend. Denn Gründe, aus denen die für das Wiederherstellen benötigte Hardware ebenfalls nicht mehr zur Verfügung steht, gibt es viele. Erst kürzlich wurde mir von einem Fall erzählt, bei dem Einbrecher in einem Firmengebäude aus Frust, dass sie dort nichts „Verwertbares“ fanden, die komplette IT-Ausstattung verwüsteten. Vandalismus statt Diebstahl: mit denselben verheerenden Folgen für das Unternehmen.

Aus diesem Grund raten wir allen unseren Kunden zu einem zweistufigen Disaster Recovery-Konzept. Stufe 1 kann dabei ruhig das Sichern der wichtigsten Daten lokal im eigenen Unternehmen sein. Ergänzt werden muss dieses Konzept allerdings unbedingt durch eine Stufe 2: das ausgelagerte Sichern der Daten und der dafür notwendigen IT-Infrastruktur bei einem externen Dienstleister. Über entsprechende Virtualisierungstechniken ist dieser dann in der Lage, nicht nur die Daten, sondern die komplette IT-Umgebung innerhalb kürzester Zeit – wir reden dabei von wenigen Minuten – zur Verfügung zu stellen. Bei unserer BAYERN BACKUP Lösung bieten wir deshalb auch ein Onsite Disaster Recovery (Stufe 1) und ein Offsite Disaster Recovery (Stufe 2).

Fazit: Auch wenn es „Business Continuity Management“ vielleicht nicht auf die Trendlisten der Analysten und Fachpublikationen geschafft hat, ist es dennoch unser „Schlagwort 2016“. Wir werden uns in den nächsten zwölf Monaten verstärkt darum bemühen, die Bedeutung und Notwendigkeit des damit verbundenen Konzepts in den Köpfen von Fach- und Führungskräften in deutschen Unternehmen zu verankern. Die Technik ist verfügbar, was heute vielfach noch fehlt, ist das Verständnis um die Notwendigkeit.

Wir wünschen Ihnen allen ein erfolgreiches und „unterbrechungsfreies“ Jahr 2016!